Das letzte Wort des Königs
14. Hochsonne 297 n.G. · Betrifft: König Aldric III.
<p>Die Nachricht ist bestätigt: Haus Ardyn ist im Kargzahn gefallen, das designierte Königshaus auf ein Kind zusammengeschmolzen. Elyan Ardyn – Aldrics einziger noch lebender Enkel und letzter Ardyn zugleich – trägt nun das Anrecht zweier Häuser auf schmalen Schultern, ohne es halten zu können.</p><p>König Aldric III. weiß, dass ihm wenig Zeit bleibt. Sein Leib versagt, und jedes Wort, das er noch spricht, ist eine Münze aus einem fast leeren Beutel. Draußen beginnen die großen Häuser bereits ihre Kreise zu ziehen: Velmar rechnet, Thassil lauert, und nur Corren erinnert bislang an das Erbfolge-Abkommen. Die Wahlmonarchie, über Generationen eine bloße Förmlichkeit, wird zum ersten Mal seit Menschengedenken wieder zu einer offenen Machtfrage. Was Aldric mit seinem letzten Ansehen tut, entscheidet nicht nur über das Kind Elyan, sondern darüber, ob der Friede, den er sein Leben lang hütete, ihn überdauert.</p>
Wie verwendet der sterbende Aldric III. das Ansehen, das ihm noch bleibt, um über die Nachfolge zu wachen?
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